«Ein einfach geniales Möbel…»

«Aus Holz gebaut» NZZ am Sonntag 17.10.2021

In der Zusammenarbeit mit Roger Lindauer von der Schreinerei Lindauer ist ein modulares Regalsystem entstanden, dass sich im Handumdrehen auf und abbauen lässt. Ohne Klebstoffe und Metall. Das Regal ist nun exklusiv im Webshop erhältlich. Mehr über das Regal001 erfahrt ihr auf der Webseite madeofwood.ch.

Wettbewerb für den Neubau der Kantonsschule Wattwil

Angelehnt an die Arche Noah, in der die Tiere Ihr wertvolles Erbgut gemeinsam weitergetragen haben, wird die neue Kantonsschule Wattwil als hölzerner «Schiffskörper» verstanden in dem Menschen wertvolles Wissen weitervermitteln.

Die Umgebungsgestaltung als Auenlandschaft greift die Geschichte des früheren Flussverlaufs auf. Das luftige, hohe Erdgeschoss mit den repetitiven Betonstützen knüpft an die Geschichte der ehemaligen Industriehallen der Textilindustrie an. In den Obergeschossen sind alle Räumlichkeiten über das zentrale Mittelschiff erschlossen.

Siegfriedkarte mit heutigem Flussverlauf

Der langgestrecke Riegel spannt zum Fluss, der BWZT und dem Bahnhof hin einen grosszügigen, einladenden Aussenraum auf. Der Bau ist identitätsbildender Rückgrat der neuen Kernzone des Campus Wattwil. Die Kernzone wird räumlich gemeinsam mit den flankieren den Bauten der ehemaligen Industriebaute und der Turnhalle gefasst. Direkt an der Ebnaterstrasse stehend fasst der Baukörper den Strassenraum und schafft zur Thur hin grösstmögliche Freiflächen. Das Gebäude ist von Osten und Westen zugänglich. Das durchlässige Erdgeschoss schafft eine visuelle Transparenz und eine offene Durchwegung.

Der durchgehende zentrale «Lernboulevard» kann komplett frei möbliert werden. Hier können zeitgemässe pädagogische Konzepte frei gestaltet und zukünftige didaktische Ansätze ermög- licht werden. Durch die thematische Anordnung der Räume auf den Geschossen bietet der «Lernboulevard» unterschiedlichste Möglichkeiten der Bespielung und Möblierung. Im obersten Geschoss sind Flächen für Ausstellungen oder zum freien Lernen zu finden.

Das durchgängig 5.50m hohe, lichtdurchflutete Erdgeschoss spannt sich unterhalb des Schiffsrumpfes als Halle auf. Der hölzerne Schiffsrumpf ist auf schlanken Betonstützen aufgelagert. In den Aussenraum übergreifende Wandschotten aus Stampfbeton definieren räumlich und visuell die unterschiedlichen Bereiche im Erdgeschoss.
Der langgestreckte Riegel ist durch seine für das Toggenburg typischen Bandfenster in horizontale Schichten gegliedert, diese zeichnen sich auf den Stirnseiten als Relief in der Holzfassade ab. In allen vier Fassaden gibt es eingeschnittene Lichthöfe, welche die Auenlandschaft der Thur in das innere des Gebäudes holen.Das hölzerne Tragwerk ist in den Obergeschossen im «Lernboulevard» sichtbar und rhythmisiert diesen. Im Innern schaffen Holzoberflächen ein angenehmes, warmes Raumklima.

TEAM

Hendrik Steinigeweg
Philipp Schaefle
Louis de Saint-Affrique

WEITERE BETEILIGTE

INVIAS AG
dardelet landschaftsarchitektur GmbH
Brandschutz Gerber

In Zusammenarbeit mit TEN STUDIO

„GUTE GÄRTEN MACHEN GUTE NACHBARN“
Projektwettbewerb Ersatzneubau Siedlung Affoltern, Zürich.
2. Preis


Die Entwurfsaufgabe für die neue Siedlung der Genossenschaft GISA sieht mehr als eine Verdoppelung des Wohnungsangebotes vor. Obwohl Ersatzneubauten vorgesehen sind, wird die Aufgabe als Bauen im Bestand verstanden. Dieser definiert sich weniger durch die bestehende und benachbarte Architektur oder Bautypologie, sondern über den spezifischen Freiraum mit zahlreichen Gärten und Grünräumen sowie einem wertvollen Baumbestand. Den jetzigen und zukünftigen Bewohnern soll eine Kontinuität dieser Qualitäten geboten werden. Das Leben in der Siedlung bietet Raum für einen Alltag, der weiterhin von der Unmittelbarkeit des Gartens, seinen Düften und Gerüchen, dem Wechsel der Vegetation über die Jahreszeiten, seinen Geheimnissen und versteckten Orten geprägt wird. Der Garten der Genossenschaft GISA ist ein Ort der Gemeinschaft und des Austauschs, der Koexistenz.

Die Platzierung der Häuser überträgt die feinen Abstu- fungen der heutigen Wegverbindungen und Gartenräume auch auf den Städtebau. Enge und Weite wechseln sich ab und schaffen differenzierte Aussenräume. Orte der Ruhe folgen auf Orte der Versammlung, die Gärten der Nachbar- grundstücke werden räumlich eingebunden und erzeugen mit den zahlreichen Wegverbindungen eine hohe Durchlässigkeit. Entsprechend ihrer räumlichen Ausbildung und Orientierung unterscheiden sich die Gartenräume der Siedlung auch durch ihre Oberflächen und die Vegetation. Ob Spielwiese, Gemeinschaftsgärten oder Quartierplatz, sie sind sich in ihrem informellen und familiären Charakter verwandt.

Das Thema des Gartens zieht sich auch in die Vertikale. Vorgelagerte Pergolen verlängern den Aussenraum bis zur Wohnungstür. Sie ermöglichen einen direkten Bezug zum Grund und schaffen einen entspannten Dialog zwischen den Nachbarhäusern und Nachbarwohnungen. Durch die Zirkulation entlang der Häuser wird eine zusätzliche Achse betont, der Sichtbezug erweitert sich und erlaubt Blicke in die Landschaft. Versätze an den Stirnseiten der Gebäude unterstützen diese Bewegung und betonen den Anspruch der Pergola als unabhängiges Gartenelement. Sie geben den Häusern eine Leichtigkeit und verweisen mit ihren Treppen auf Hauseingänge und Passagen. Je nach Orien- tierung besitzen die als Raumschicht wirksamen Elemente eine Varianz an Treppen. Bei den süd-orientierten Perogo- len, entsprechen die Aufgänge einem klassischen Zwei- spänner und ermöglichen einen unmittelbaren Gartenzugang.

Die Fügung und Schichtug der Konstruktion orientiert sich an der poetischen Pragmatik des Orts. Alle verwende- ten Materialen sind in ihrer haptischen Qualität erfahrbar. Die Holzfassaden erinnern an die warme Farbgebung der heutigen Siedlung. Als geschützte Lauben laden sie auch in den kühleren Jahreszeiten zum Aufenthalt in den indivi- duellen und gemeinschaftlichen Aussenräumen ein. In den Wohnungen erlauben gezielt gesetzte Unterzüge eine räumliche Vielfalt in der Regelmässigkeit des vorgefertig- ten Holzbausystems. Die hohe Wirtschaftlichkeit, durch die entsprechend kurze Bauzeit und den hohen Wiederholungsgrad, wird ergänzt durch eine hohe Flexibilität im späteren Verlauf der Nutzung. Mit den Möglichkeiten der Etappierung kann auf unterschiedlichste Weise auf die individuellen Geschichten der Bewohner Rücksicht genom- men werden. Sanfte zeitliche und räumliche Übergänge entstehen.

Wiederverwendung der Klinkersteine
Die Ziegelfassaden der bestehenden Gebäude finden in den Belagsflächen der Umgebung Wie- derverwendung und thematisiert so die Ge- schichte des Areals. Durch kontrollierten Rückbau der Fassaden können Ziegel für den Pflasterbelag gesichert werden. Diese werden im südlichen Teil für die Siedlungsgasse im Parkettverband neu ver- legt. Durch das Zerkleinern und Aufbereiten in einer Trommelmühle wird Ziegelkies gewonnen. Dieser ist frei von Putz- und Mörtelresten und eig- net sich gut für Wegbeläge, Drainage und als Baumsubstrat und soll für die chaussierten Flächen im Quartiersplatz verwendet werden.

TEAM
Phillipp Schaefle
Hendrik Steinigeweg
Louis de Saint-Affrique
Lukas Burkhart
Nemanja Zimonjic
Ricardo Dias
Nicolas Rothenühler
Tijana Mačkić
Mladen Maslovar
Miloš Kapetanović

WEITERE BETEILIGTE
MØFA urban landscape studio gmbh sia
Fujan Fahmi
Michael Mosch
Eva Raischl
INVIAS AG
Peter Rohner
Raumanzug AG
Daniel Gilgen
Bauseits Partner AG
Thomas Müller

Ressource und Region

Zu den ersten Aufträgen des Studio Noun aus Zürich gehören ein Haus und ein Regal, die nur aus Holz bestehen. Künftig wollen die Architekten auch den grossen Massstab ressourcengerecht aufmischen.

Andres Herzog 03.05.2021

Möbelarchitektur aus Holz

Möbel sind kleine Architekturen. Deshalb entwerfen Architektinnen und Architekten auch mal gerne Möbel. Vor allem das Regal hat es ihnen angetan.

Meret Ernst 16.12.2020

Wilde Karte 4

Die ‹Wilde Karte› ist entschieden: Bessire Winter aus Feldbrunnen, Sujets Objets aus Genf und Studio Noun sowie Solanellas Van Noten Meister aus Zürich wetteifern im September um einen Wettbewerbsplatz.

Andres Herzog 12.03.2021

Lowtech-Architektur Hightech-gefertigt
Philipp Schaefle (1988) und Hendrik Steinigeweg (1982) haben sich bei der Arbeit am BErgrestaurant Chäserrugg kennengelernt. Die konzeptionelle Auseinandersetzung mit themen des Holzbaus und dem kulturellen Kontext auf dem Land und seinen heute gelebten Traditionen hat es ihnen angetan.
Uns auch.

Tibor Joanelly, werk, bauen + wohnen 23.02.2021

„In Unterwasser steht ein Holzhaus, das für mehr als eine Generation gebaut wurde“

Sabine Camedda, Tagblatt 20. November 2020

Wettbewerb Neugestaltung Eingangshalle «Kunst Museum Winterthur, Reinhart am Stadtgarten» in Zusammenarbeit mit Rita McBride

Taking the idea of the template as a central focus in our collaborative approach, we began with an artwork in the collection of the Kunst Muesum Winterthur titled “Resonance I–III”. The artwork consists of three wood crafted templates fashioned after tools used to guide curved shapes in ship building.

We selected the template “Resonance III” to be the determining tool in guiding visitors from the city center, Stadthausstrasse, to the welcome hall, where they may pause to acclimate, purchase their entrance and learn of current exhibitions through diverse modes of display.

Taking inspiration from a story about a display structure found in the studio of the architect Luis Barragán where it is said that Barragan placed provocative drawings, reproductions and favorite objects on a special pedestal inviting visitors to take something from the selection home with them and replace it with something that they thought of worthy value to contribute.

In the welcome hall, the inclusion of the three neighboring collections of the Kunstmuseum Winterthur will participate in a similar exchange of stimulation. This exchange is essential to the concept of resonance in our proposal.

«Tulip Pulpit», 2015 Exhibition «Gesellschaft»
at Kestnergesellschaft, Hannover

Resonance I–III, 2006
Collection Kunstmuseum Winterthur

Villa Flora, Winterthur

ARTIST
Rita Mc Bride

ARCHITECTURE
Philipp Schaefle
Hendrik Steinigeweg
Ghisleni Partner AG

SUPPORT
Kunstgiesserei St.Gallen
Bloomimages

Zu den Strukturen der Arbeit an Projekten gehört der Wechsel zwischen Meetings und Rückzug an einen Arbeitsplatz. Das Projekt begegnet der oftmals leeren Geste eines informellen Meetingraums damit, die Mitte aller umliegenden Bürotische mit einer Raumqualität aufzuladen, die für Alle interessant ist. 

Im Zentrum des bestehenden Grossraumbüros wird durch die Neuplatzierung des bestehenden Mobiliars eine neue Mitte als Kosmos des Austauschs geschaffen.
Die Mitte wird durch eine grosse Teppichkollage markiert. Hierfür werden Fragmente bereits genutzter Teppiche neu miteinanderverwoben. Die einheitliche Färbung verbindet die Einzelstücke zu einem neuen Ganzen. Muster, Material und Herstellungstechnik sind weiter als individuelle Merkmale sichtbar und machen die Herkunft der Fragmente sichtbar. Sie werden als Metapher für das soziale Gewebe im demografischen & kulturellem Wandel gelesen.

Flexibel einsetzbare Möbel und wiederverwertete Textilien schaffen inspirierende Orte und Atmosphären für Vorträge, den Austausch zu zweit und Brainstorming in der Gruppe.

Das Projekt wurde gemeinsam mit den Nutzern entwickelt und wird vor der Umsetzung zurzeit mit dem Kunden auf die neuen Arbeitsbedingungen unter COVID 19 hin evaluiert.

TEAM
Philipp Schaefle
Hendrik Steinigeweg

Die Parzelle liegt in einer leichten Senke am Diebach umgeben von einer gewachsenen Siedlungsstruktur. Die Stadt Laufen möchte die Parzellen im Baurecht vergeben.

8 Doppelhaushälften reihen sich entlang des Bachs, angrenzend an den Ländlichen Raum des Laufentals auf. Das Grundstück wird in 8 Einheiten mit je einer Doppelhaushälfte geteilt. Durch die Verschiebung zueinander und eine Staffelung der Baukörper in der Höhe werden aus den «Zwillingen» eigenständige Häuser.

Die Spiegelung der Grundtypologie erzeugt eine heterogene Gruppe, welche sich in die gewachsene Siedlungsstruktur einfügt. Unterschiedliche Ausrichtungen der Häuser schaffen abwechslungsreiche, grosszügige Aussenräume und Orte mit unterschiedlichen Qualitäten. Die vorgelagerten Veranden bieten den Bewohnern private Rückzugsorte, bieten dem Haus und seinen Bewohnern Schatten an heissen Sommertagen.

Ein langes gemeinsames Dach entlang der Strasse fasst den gemeinsamen Aussenraum und bildet einen Filter zum Strassenraum. Unterhalb des Daches befinden sich Stellplätze und der Zugang zu den einzelnen Parzellen.

Ein langes gemeinsames Dach entlang der Strasse fasst den Gartenraum und bildet einen Filter zum Strassenraum. Unterhalb des Daches befinden sich Stellplätze und der Zugang zu den einzelnen Parzellen.

TEAM
Philipp Schaefle
Hendrik Steinigeweg

WEITERE BETEILIGTE
Truberholz AG
Nägeli AG

Kreativität der Kinder spielerisch fördern, Sensitivität für die Umgebung wecken und Raum bieten um lose Gedanken intuitiv darzustellen.

Entdecken

Baupläne des Schulhauses werden gezeigt.Auf einem Entdeckungsrundgang durch die Schulanlage kombinieren die Kinder verschiedene Oberflächen zu einem farbigen Gartenteppich.

Darstellen

Jedes Kind zieht eine Objektkarte.Das abgebildete Objekt wird mit Holzstäben nachgebaut und im Anschluss wird der Umriss des Modells als Plan gezeichnet.

Träumen

Das Schulzimmer wird gemeinsam genau betrachtet. Was sehe ich, was ist im Zimmer alles zu finden, was mag ich, was fehlt mir.Jedes Kind darf ihr Traumzimmer zeichnen.

Intuitiv bringen die Kinder Zeichnungen zu Papier die über den Umweg physichen Tuns, das Tagträumen und die schiere Neugier des Entdeckens spielerisch Formen annehmen. Am Ende des Tages kann jedes Kind seine Zeichnungen mit nach Hause nehmen.

TEAM
Philipp Schaefle