In Jona entsteht ein neues Mehrgenerationenhaus direkt am Fluss. Das Projekt setzt auf nachhaltige Bauweisen und erforscht neue Materialinnovationen. Unter Verwendung gegenwärtiger Technologien versorgt sich das Haus selbst mit Energie. Mit hohem Vorfertigungsgrad ist das Haus in Massivholzbauweise konstruiert und verzichtet gänzlich auf den Einsatz von Kunststoffen. Energiekonzept, Materialität und Gestaltung verbinden sich zu einem zeitgemässen Wohnkonzept in einer innovativen Architektur.

Das Mehrgenerationenhaus am Fluss Jona besticht durch eine klare Grundform und ein expressives Dach, das für die optimale Gewinnung von Solarenergie ausgelegt ist und es von der Nachbarbebauung abhebt. Frei verteilte Fenster verleihen dem Haus eine skulpturale Anmutung, während kleinere Anbauten ihm Massstäblichkeit verleihen. So zeichnet sich das Projekt durch sein unaufdringliches und doch eigenständiges Erscheinungsbild aus.

Auch im Innenraum erzeugt das Volumen spannende Momente. Zwei Wohneinheiten auf drei Etagen bieten Raum für drei Generationen. Ein durchlaufender Treppenkern gliedert den Grundriss und trennt als Schwellenraum zwischen öffentlichen und privaten Bereichen. Die Materialität des Innenausbaus setzt konsequent auf natürliche Rohstoffe: Vollholz ist überall in unbehandelter Form präsent. 

Das Projekt setzt auf eine Kombination aus passiven Bauelementen und moderner Technologie, um den Energieverbrauch zu minimieren. Dachvolumetrie und gezielte Öffnung der Fassade nach Süden optimiert die Nutzung der Solarenergie: Massive Bauteile des Gebäudes können thermisch aktiviert werden und wärme regulieren, während Solarthermie- und Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen genügend Energie erzeugen, um die Wohnräume kontinuierlich zu versorgen. Natürlich feuchteregulierende Materialien im Innenraum, wie Lehmputz und Holz, regulieren das Raumklima. 

Energie Schemata in Schnitt und Grundriss

Bei der Konstruktion des Hauses wurde besonderer Wert auf die Verwendung natürlicher, nachwachsender Rohstoffe gelegt. Mit hohem Grad an Vorfertigung bildet Schweizer Holz die Primärstruktur des Gebäudes. Die Innenwände im Untergeschoss bestehen aus zementfreien Lehmsteinen, die zusätzlich feuchteregulierende Eigenschaften haben. Durch den Einsatz dieser Materialien ist das Mehrgenerationenhaus nicht nur umweltfreundlich, sondern auch ein Vorbild für nachhaltiges Bauen und den schonenden Umgang mit Ressourcen.

TEAM
Philipp Schaefle
Hendrik Steinigeweg
Anabell Fritsches
Raphael Eichenmann

BETEILIGTE
Holzbau Nägeli AG
Gebrüder Giezendanner AG
Energie-Werkstatt / Gebhard Keckeis
Briner Bau AG
Schreinerei Lindauer AG
Oberholzer Spenglerei & Sanitär
Lehm AG
Hanfhandwerk
Tobler Metallbau AG
Elektrizitätswerk Jona-Rapperswil AG
Winkler Solar
Gerevini Ingenieurbüro
Kuster+Partner AG
Schmidt & Kündig Ingenieure AG

Die Architektur des Mitwirkens
Die Chäserrugg-Gebäude von Herzog & de Meuron, Klanghaus und Initiative «Energietal»: Das Toggenburg arbeitet zielstrebig an seiner Bau- und Energiekultur – und setzt auf Kooperation

Stefan Kurath 03.2023

In Zusammenarbeit mit Jörg Schwertfeger

Die Gefässmedizin Seefeld in Zürich wurde mit minimalen Eingriffen zeitgemässer & frischer gestaltet. Um Ressourcen zu schonen wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit und Upcycling gelegt, die minimalen Eingriffe des führten zu grossen Veränderungen. Die Praxis erscheint nun in einem neuen Glanz und bietet eine angenehme Atmosphäre für Patienten und Mitarbeitenden.

TEAM
Philipp Schaefle
Hendrik Steinigeweg
Alexandra Schwarz

Bilder / Artwork
Zsigmund Toth